Weilburger Ansichten

Stiche und Bilder

Weilburg; Kupferstich um 1605

Weilburg; Kupferstich um 1605

Weilburg; Kupferstich von Wilhelm Scheffer (Dilich), um 1605
(Quellenangabe)

Die älteste Ansicht der Stadt Weilburg in einem Kupferstich von Wilhelm Scheffer, genannt Dilich, der 1605 in der "Hessischen Chronica" veröffentlicht wurde.

Dargestellt ist die Ansicht von der Ostseite. Am linken Bildrand sind der Kalvarienberg und die Heilig-Grab-Kapelle zu sehen, dann ein Geländeeinschnitt vor der Stadt, der später aufgefüllt wurde.

Am Wehr vor der Steinernen Brücke ist erkennbar, dass die Fließrichtung der Lahn falsch dargestellt ist. Die eingezeichneten drei Giebel am Dach des Ostflügels wurden bereits 1570 bei der Erweiterung dieses Gebäudeteils abgerissen und die Lage der Martinskirche ist nicht korrekt wiedergegeben. Diese Fehler sind auch in Bildern von Daniel Meißner (1637) und Matthäus Merian (1646) festzustellen. Es ist deshalb zu vermuten, dass zumindest Dilich -vielleicht auch die beiden anderen Chronisten- auf eine evtl. schon vor 1550 entstandene Originalzeichnung zurückgegriffen haben, in die spätere Zeichner die 1559 vollendete Martinskirche eintrugen (allerdings in falscher Lage und Stellung) und noch später jemand den 1572 fertig gewordenen Pfeiferturm.

Die lateinische Inschrift lautet frei übersetzt: "Den würdigen Ratsherren der Stadt Weilburg gewidmet".