Weilburger Ansichten

Stiche und Bilder

Weilburg, Colorierter Kupferstich, um 1725

Weilburg; Colorierter Kupferstich um 1725

Weilburg; Colorierter Kupferstich, um 1725
(Quellenangabe)

Vorlage für den colorierten Stich ist die Tuschezeichnung eines unbekannten Malers aus der Zeit um 1725.

Dieser Stich gibt insbesondere eine Vorstellung über den Vorläufer des heutigen Landtors. Von diesem 1712 gebauten Tor, dass nur knapp 50 Jahre stand, gab es bis zur Entdeckung des obigen Stiches im Jahr 1964 keine Darstellung.

Bei der umfassenden Neugestaltung der Stadt unter Graf Johann Ernst wurden auch die vorhandenen Toranlagen umgebaut oder wie die "Mappestheissenpforte" an der Einmündung der Markstraße in die Vorstadt im Jahr 1704 abgerissen. Die Doppeltoranlage mit dem äußeren Tor "Kirchhofspforte", der sich anschl. Brücke über den Stadtgraben und dem dann folgenden Tor "Kuhhirtenpforte" wurde 1712 ebenfalls abgerissen und durch ein neues Tor nach den Plänen des Gräflichen Baumeisters Rothweil ersetzt.

Auf beiden Seiten befanden sich im Erdgeschoss je eine Stube, eine diente als Wachstube, die andere als Gefängnis. Außerdem befanden sich im Erdgeschoss ein Stall mit Futterraum und ein Aufbewahrungsraum für Geräte. Die Wohnungen für den Pförtner und den Kuhhirten befanden sich im Obergeschoss.

Falsch dargestellt ist allerdings der alte Stadtturm neben dem Tor. Dieser stand nicht auf ebener Erde, sondern erhöht auf einer Terrasse.