Weilburger Ansichten

Historische Fotos

Weilburger Freibad

Weilburg, Lahn, alte Ansichtskarte, Badeanstalt 1892 in der Hainalle

Weilburg; Badeanstalt des Gymnasiums, ab 1892 an der Turnhalle in der Hainallee
(Ansichtskarte aus Privatbesitz)

Schon vor 1828 bestand eine Badeanstalt des Weilburger Gymnasiums, wahrscheinlich unterhalb der damaligen Kirchhofsmühle, etwa dort wo sich heute der Schiffstunnelausgang befindet. 1828 richtete das Gymnasium eine Badeanstalt unterhalb der "Steinernen Brücke" und neben der damaligen städtischen Bleiche am linken Lahnufer ein. Bürgerproteste veranlassten jedoch die Einstellung des dortigen Badebetriebs und 1876 wurde eine neue Badegelegenheit an der Hainkaserne eingerichtet.

Weilburg, Lahn, alte Ansichtskarte, Badeanstalt an der Hainkaserne

Badeanstalt der Unteroffiziersvorschule
(zeitweise Mitbenutzung durch das Gymnasium) an der Hainkaserne "Im Bangert"
(Ansichtskarte aus Privatbesitz)

Weilburg, Lahn, alte Ansichtskarte, Badeanstalt an der Hainkaserne

Badeanstalt der Unteroffiziersvorschule (zeitweise Mitbenutzung durch das Gymnasium) an der Hainkaserne "Im Bangert"
(Ansichtskarte aus Privatbesitz)

Beim Einzug der preußischen Unteroffiziersvorschule in die Hainkaserne musste dieser Platz jedoch bereits ein Jahr später wieder aufgegeben werden und man kehrte in die Hainallee zurück, jedoch etwas unterhalb des vorherigen Platzes.

Als 1889 die Turnhalle des Gymnasiums in der Mauerstraße abbrannte, wurde eine neue Schulturnhalle in der Hainallee gebaut und 1892 verlegte man die Badeanstalt des Gymnasiums in diesen Bereich, dicht oberhalb der Kettenbrücke.

Weilburg, Lahn, alte Ansichtskarte, Badeanstalt an der Eisenbahnbrücke

Die öffentliche Badeanstalt nahe der Eisenbahnbrücke, gegenüber der Schiffstunneleinfahrt.Um 1895 errichtet.
(Ansichtskarte aus Privatbesitz)

Ein Hochwasser zerstörte die gymnasiale Badeanstalt 1899, gegen Zahlung eines Benutzungsentgelts durfte das Gymnasium aber die Badeanstalt der Unteroffiziersvorschule gegenüber der Hauseley mitbenutzen. Diese Mitbenutzung endete 1916 und das Gymnasium ging zurück an die Turnhalle in der Hainallee. Die Badeanstalt der Kaserne wurde nach dem 1. Weltkrieg geschlossen.

Zwischenzeitlich war 1895 die öffentliche Mühlsche Badeanstalt am Zimmereiplatz Mühl am rechten Lahnufer nahe der Eisenbahnbrücke errichtet worden. Nur wenige Dutzend Meter lahnabwärts richtete die Stadt Weilburg 1907 die städtische "Schwimm & Badeanstalt" ein. Dieses Bad zog 1922 an den Platz der früheren Militärbadeanstalt gegenüber des Hausley um. Von dort kehrte sie aber 1926 an an den Platz der ersten städtischen Badeanstalt zurück und 1927 wurde dort ein neues Strandbad eröffnet.

Weilburg, Lahn, alte Ansichtskarte, Badeanstalt an der Eisenbahnbrücke

Die öffentliche Badeanstalt neben der Eisenbahnbrücke gegenüber der Schiffstunneleinfahrt; bestand bis etwa 1960.
(Ansichtskarte aus Privatbesitz)

Das dortige Freibad mit Umkleidekabinen, Nichtschwimmerbecken, Planschbecken, Sprungturm und großer Liegewiese bestand bis etwa 1960. Ab 1963 war das Baden in der Lahn offiziell verboten und auf dem Gelände des früheren Freibades wurde ein Hallenbad errichtet, das 1971 öffnete.