Freizeit

Kristallhöhle Kubach

An der Verbindungsstraße vom Weilburger Stadtteil Kubach nach Freienfels liegt der Eingang zur Kubacher Kristallhöhle. Im Eingangsgebäude ist ein Höhlenmuseum eingerichtet, wo anhand der Erdgeschichte und durch Schauvitrinen die Entstehung der Kristallhöhle erläutert wird. Ergänzend dazu besteht seit 1988 ein Freilicht-Steine-Museum, in dem Gesteinsarten aus verschiedenen Epochen der Erdgeschichte ausgestellt sind.

Weilburg, Freilicht-Steine-Museum bei der Kubacher Kristallhöhle

Freilicht-Steine-Museum bei der Kubacher Kristallhöhle

Die Kristallhöhle ist die Einzige ihrer Art in Deutschland und mit 30 m Höhe besitzt sie auch die höchste Halle aller deutschen Schauhöhlen. Das während der Eiszeit entstandene Höhlensystem ist bisher nur zu einem Teil freigelegt. Darin sind die Bereiche Kapelle, Galerie, Dom mit Domsee, der Sattel und die Gruft mit Sommersee zu begehen bzw. zu besichtigen. Die Besichtigung erfolgt im Rahmen einer Führung von ca. 45 Minuten Dauer. Weitere Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Kontaktangaben finden Sie in meiner Homepage unter diesem Link:  Adressen/Kontakte.

Die Temperatur in der Höhle beträgt konstant 8° Celsius bei 85 % relative Luftfeuchtigkeit. Für den Abstieg vom Höhlenzugang an der Oberfläche bis zum Eingang der Kristallhöhle müssen 346 Stufen bewältigt werden.

Die Entdeckung der Kubacher Kristallhöhle ist Oberstudienrat Karl-Heinz Schröder zu verdanken, der auf Grund von Quellen aus dem 19. Jahrhundert, in denen von einer großen Tropfsteinhöhle in der Gemarkung von Kubach berichtet wurde, die Suche nach dieser Höhle aufnahm. Er gründete dazu im Januar 1973 den Höhlenverein Kubach e. V. Das Engagement und die ehrenamtlichen Arbeitsleistungen von Vereinsmitgliedern und Helfern führten nach mehreren Probebohrungen zwar nicht zur Entdeckung der gesuchten Tropfsteinhöhle, dafür aber wurde 1974 die Kristallhöhle entdeckt.

Öffentliche Mittel, vor allem aber weitere erhebliche Eigenleistungen des Höhlenvereins und private Sach- und Geldspenden wurden in den Folgejahren in die Erschließung der Höhle investiert. Für die Öffentlichkeit ist die Höhle seit 1981 zugänglich. Im Eingangsgebäude befindet sich das "Höhlenbistro", ein Restaurant mit Biergarten.