Literarisches Weilburg

Weilburger Kadettenmord

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Im Jahr 1827 wurde in Weilburg ein Verbrechen verübt, das für viele Jahre nicht nur in Weilburg und im damaligen Herzogtum Nassau Aufsehen erregte, sondern auch weit darüber hinaus. Dieses Verbrechen fand auch seinen literarischen Niederschlag und war dem Deutschen Fernsehen interessant genug für den Spielfilm "Der Weilburger Kadettenmord", der u. a. am Originalschauplatz Weilburg gedreht worden war und am 04.02.1977 im Zweiten Deutschen Fernsehen gesendet wurde. (Regie: Eberhard Itzenplitz, Kamera: Franz Rath, in einer der Hauptrollen: Claus Theo Gärtner.)

Weilburg war von 1816 an Garnisonsstadt und im Jahr 1827 war in der Hainkaserne in Weilburg stationiert das 1. Bataillon des 1. Nassauischen Infanterieregiments. Ebenfalls in der Hainkaserne untergebracht waren "Kadetten", die Offiziersanwärter. Einer dieser Kadetten war der 1809 geborene Adolph Vigelius aus Wiesbaden.

Vigelius Leiche fand man am 08. Dezember 1827. Er war am Vorabend ermordet worden, der Körper wies mehr als 50 Stichwunden auf. Mehr als vier Jahre zogen sich die Untersuchungen hin, bis es zu einem Urteilsspruch kam. Alle Angeklagten wurden zum Tod verurteilt. Vollstreckt wurden vier Todesurteile, die übrigen Verurteilten wurden zu Zuchthausstrafen begnadigt.

Ein an dem Mord nicht beteiligter Soldat verbrachte mehr als zwei Jahre im Zuchthaus in Untersuchungshaft, weil er nicht bereit war sein Alibi zu offenbaren.

Die Darstellung des Verbrechens an Adolph Vigelius und die Hintergründe finden sie in literarischen Arbeiten, die sie über die nachstehenden Links lesen oder hören können.