Literarisches Weilburg

Stadt und Lahn

UPHILL
THE FIRST STAGE IN A STRENUOUS LIFE

"UPHILL
THE FIRST STAGE IN A STRENUOUS LIFE"

von John Evelyn Wrench
John Evelyn Leslie Wrench

Sir (John) Evelyn Leslie Wrench; Hylda Henrietta (née Brooke),
Lady Wrench
© National Portrait Gallery, London

cc creative common licence

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(CC BY-NC-ND 3.0) cc creative common licence

Uphill ist der von Sir John Evelyn Wrench (1882-1966) verfasste erste Band seiner Autobiografie, die bei I. Nicholson und Watson, London, im Jahr 1934 erschienen ist. Einige biografische Angaben zu Wrench finden Sie über die Auswahlseite: Geschichtliches/Biografien.

Beginnend 1882, mit seiner Kinder- und Schulzeit, umfasst der Band die Zeit bis 1913. In  diesen Zeitraum fällt auch ein Aufenthalt des 18jährigen J. E. Wrench in Weilburg an der Lahn.

Im Januar des Jahres 1900 kam Wrench nach Weilburg, um hier seine deutschen Sprachkenntnisse zu vervollkommnen. Für die Zeit seines achtmonatigen Aufenthalts in Weilburg lebte er in der Familie des damaligen Hof- und Archivrats und ehemaligen nassauischen Hauptmanns August Hölzgen.

Wrench erzählt aus der Lebensführung im Haushalt der Familie, die aufgrund der Stellung des Hausherrn zu den führenden Familien der Stadt gehörte. Morgens traf man sich um 09:00 Uhr zum Frühstück - es gab Kaffee und "excellent" Brötchen -, zu dem der Hausherr Morgenmantel trug, während die Damen im Negligee erschienen. Andere Kleidung legte man nicht vor 11:00 Uhr an. Zum Mittagessen um 12:30 Uhr wurde Suppe gereicht, dann zweierlei Fleisch, Gemüse und zum Abschluss Käse oder ein süßer Nachtisch, als Getränk zwei Glas Bier. Am Nachmittag traf Wrench sich mit der Hofrätin, deren verheirateter Tochter und der Enkeltochter zum Kaffee oder Tee, wozu "Sandtorte" geboten wurde, die Wrench als "a sponge cake that melted in your mouth" (im Mund schmelzender Biskuit) beschreibt.

Von der Lehrerschaft des Gymnasiums wurde Wrench zu einem vom "Frankfurter Hof" ausgerichteten Schlachtessen eingeladen, war allerdings froh, dass er dabei auf die Blutwurst verzichtete und vermutete in diesem Schlachtessen auch seine spätere Abneigung gegen Schweinefleisch.

Da es in der Wohnung des Hofrats kein Bad gab, bestand Wrench darauf, jede Woche ein Bad im städtischen Badehaus zu nehmen, was als ein wenig exzentrisch angesehen wurde. Er notiert dazu auch die Aussage eines Freundes, wonach sich dieser im Winter nie unterhalb der Gürtellinie wasche.

Völlig gegensätzlich sind die politischen Ansichten Wrenchs und der Weilburger hinsichtlich des Burenkriegs in Südafrika (Zweiter Burenkrieg 1899 -1902 zwischen Großbritannien und den Burenrepubliken Oranje-Freistaat und der Südafrikanischen Republik (Transvaal)). Darin aber erfährt Wrench Rücksichtnahme, bemüht man sich doch die eigenen Ansichten darüber in Wrenchs Gegenwart nicht auszusprechen.

Nach einem achtmonatigen Aufenthalt in Weilburg kehrt Wrench mit einer großen Zuneigungung gegenüber Deutschland und zu seinen deutschen Freunden zurück. Glückliche Erinnerungen behält er an Radausflüge in den Taunus und das Rheinland, an Wanderungen in den Wäldern, zu nahen und entfernten Orten. Und so schreibt er auch "My love for German forests and the German countryside, which has never left me, dates from this year ...".

Die Abschrift des 8. Kapitels "Live in a small German town" aus

Wrench, John Evelyn
Uphill. The first Stage in a strenuous life
I. Nicholson & Watson
London, 1934

finden Sie unter dem nachstehenden Link:

Die Abschrift des Kapitels (9 Seiten DIN A4) ist hier als pdf-Dokument verfügbar und kann über den obigen Link Online gelesen werden. Um den Text Offline zu lesen, können Sie die Datei auch auf Ihrem PC speichern.

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Evelyn Wrench, Autograph

Evelyn Wrench, Autograph