Sehenswert in Weilburg

Straßen, Gassen, Häuser

Bogengasse

Weilburg, Durchgang der Bogengasse am Marktplatz

Durchgang der Bogengasse am Marktplatz

Gegenüber vom Rathaus/der Parkdeckzufahrt in der Mauerstraße, führt die Bogengasse zum Marktplatz. Ihren Namen verdankt sie den früher vorhandenen überbauten Zugängen von der Mauerstraße und vom Marktplatz. Von diesen beiden früheren Zugängen ist heute nur noch der Bogendurchgang vom Marktplatz zur Bogengasse vorhanden. Zwar nicht durch einen steinernen Bogendurchgang wie am Marktplatz, aber auch durch einen überbauten Durchlass, erfolgte der Zugang von der Mauerstraße in die Bogengasse.

Die von einem Haus überbaute Durchfahrt an der Mauerstraße verschwand mit dem 1905 erfolgten Abriss dieses und zweier weiterer Giebelhäuser in der Mauerstraße, die dem Neubau des Hauses Mauerstraße 9 weichen mussten.

Historisch bemerkenswerte Bauten in der Bogengasse sind die Häuser Nr. 2/4 und Nr. 8. Diese Gebäude stehen unter Denkmalschutz, ebenso das Haus Bogengasse 7.

Das aus Bruchsteinmauerwerk errichtete Haus Nr. 2/4 wurde im 18. Jh. als Husarenkaserne erbaut. Später wurde im Gebäudeteil Haus Nr. 2 eine Synagoge eingerichtet, s. Bogengasse 2 und 4.

Weilburg, Zugang zur Bogengasse von der Mauerstraße um 1900

Zugang zur Bogengasse von der Mauerstraße (Abriss 1905).
(Zeichnung aus 1933 nach Ansichtskarte)

Weilburg, Haus Bogengasse 8

Der ehemalige Pfarrhof, Haus Bogengasse 8

Auf dem Grundstück Bogengasse 8 befindet sich heute die Gaststätte "Bürgerhof". Hier stand früher der Pfarrhof. Ob sich hier auch die alte Stiftsschule mit der Wohnung des Schulmeisters befand (lt. Spielmann, gest. 1917) ist nicht eindeutig belegt. Der 1981 verstorbenen Heimatforscher Wehrum vermutet die Stiftsschule in der Schulgasse 9, gegenüber dem Biergarten der Gaststätte "Bürgerhof".

Das im Kern spätbarocke Gebäude trägt eine Keilsteinplatte über dem Holzrahmenportal mit der Jahreszahl 1759.

Im 19. Jahrhundert wurde der ursprüngliche Sichtfachwerkbau um einen Traufenteil an der Bogengasse erweitert und die Fassade wurde neu gestaltet. Die reformierte Kirchengemeinde verkaufte das Gebäude 1804. Der Bierbrauer Karl C. Rosenkranz richtete im Jahr 1887 eine Gaststätte und Brauerei ein.

Weilburg, Häuser Bogengasse 3 und 5

Häuser Bogengasse 3 und 5

Zusammen mit dem Bürgerhof waren auch die Grundstücke der Gebäude Bogengasse 3 und 5 im Rosenkranz'schen Besitz und wahrscheinlich bestand dort auch ein Brauereibetrieb, der um 1900 in einen Neubau an der Hainallee verlegt wurde. Das Grundstück Bogengasse 3 wurde um 1900 von der Evangelischen Kirchengemeinde Weilburg erworben. Diese errichtete hier einen Kindergarten mit Wohnungen für zwei Diakonissen. Die Kindergarteneinweihung war am 23.04.1903. (Eröffnung einer "Kinderschule" in Weilburg am 04.08.1873 in der Schwanengasse). Auch der "Volksbibliotheksverein", daraus hervorgegangen ist die heutige Kreis- und Stadtbücherei, hatte in diesem Bau 1903 Räumlichkeiten zur Verfügung. Heute berfinden sich in dem Haus noch der Evangelische Kindergarten und das Büro der Evangelischen Kirchengemeinde.

Ebenfalls um 1900 ließ der Metzgermeister Christian Kremer das Haus Bogengasse 5 im gleichen Baustil wie das Nachbargebäude der Kirchengemeinde errichten.

Weilburg, Bogengasse, Haus 5 und Haus 3

Bogengasse 5 und 3, links Bogengasse 8

Weilburg, Bogengasse 7, Ecke Schulgasse

Bogengasse 7 an der Ecke zur Schulgasse.

Das Haus Bogengasse 7 steht als Eckhaus an der Kreuzung Bogengasse/Schulgasse. Der rückwärtige Teil ragt in die Schulgasse hinein. Es handelt sich ursprünglich um einen Sichtfachwerkbau der auf einem Bruchsteinsockel ruht. Einen deutlichen Überstand auf drei Seiten zeigt das Obergeschoss. Erbaut wurde das Gebäude um 1700.

Weilburg; Haus Bogengasse 9

Haus Bogengasse 9