Weilburger Denkmäler

Nicht mehr vorhanden

Mahnmal auf der Steinernen Brücke

Weilburg, das 1945 zerstörte Mahnmal auf der Steinernen Brücke.
Weilburg, das 1945 zerstörte Mahnmal auf der Steinernen Brücke.

Das 1945 zerstörte Mahnmal auf der Steinernen Brücke,
Ansichtskarten aus Privatbesitz

Nicht mehr vorhanden ist das ehemals auf der Steinernen Brücke befindliche Mahnmal, das 1922 von dem Darmstädter Bildhauer Heilig geschaffen und am 06. Mai 1923 eingeweiht wurde. Am 27. März 1945 sprengte die Deutsche Wehrmacht die Steinerne Brücke, um die heranrückenden amerikanischen Truppen aufzuhalten und zerstörte dabei auch das Denkmal.

Das Mahnmal befand sich auf einem Postament, das in der Mitte der oberen Mauerbrüstung eingefügt war und diese noch überragte. Ein Steinsockel auf dem Postament mit der Gravur
1914 . 18
trug eine steinerne Figurengruppe. Diese zeigte eine fast lebensgroße Frauengestalt, symbolisierend eine Kriegswitwe, die ihre Hände schützend über zwei Kinder zu ihren Seiten hielt.

Die auf dem Postament befindliche Inschrift lautete:
Aus unseres Volkes größ-
ter Zeit - von unserer Heimat
tiefster Not soll dieser
Stein - o Wanderer Dir er-
zählen - Schau an das Kind - blick auf den Kna-
ben - sie sollen es einst besser haben - dazu hilf mit.

Ausgewählt worden war dieser Text aus Vorschlägen der Weilburger Bevölkerung, zu deren Abgabe der Weilburger Magistrat aufgefordert hatte. Die Inschrift war verfasst worden von Professor Dr. Otto Freybe.

Unterhalb der Inschrift war folgende Widmung eingemeißelt:
Unseren Gefallenen
zu Ehren bauten die Bür-
ger von Weilburg
dieses Mal i. J.
1922