Sehenswert in Weilburg

Straßen, Gassen, Häuser

Marktstraße

Weilburg; Markstraße 3

Markstraße 3

Weilburg; Markstraße 3

Marktplatz, Häuser Nr. 1 und 3

Zwischen den Häusern Marktplatz 12 und Marktplatz 13 (Engelapotheke) mündet die von der Vorstadt heraufkommende Marktstraße in den Marktplatz ein. Sie ist der südliche Teil der auf der Nordseite des Marktplatzes weiterführenden Langgasse und bildete so die mittelalterliche Nordsüdachse durch die Stadt. Damit verband sie die beiden Haupttore der Stadt (Kirchhofs- oder Wetzlarer Tor und Brückentor) miteinander und trennte gleichzeitig den herrschaftlichen Stadt- und Hofbereich vom bürgerlichen Wohnbereich.

Weilburg; Marktstraße 6

Marktplatz, Häuser 6, 4, 2 (von links)

Weilburg; Markstraße 14

Markstraße 14

Als im Zusammenhang mit baulichen Veränderungen am Schloss und der Anlage eines Renaissancegartens 1582 der ursprüngliche Friedhof von seinem Platz im nördlichen Bereich der heutigen oberen Schlossgartenterrasse an die untere Frankfurter Straße bei der Heilig-Grab-Kapelle verlegt wurde, erhielt der südl. Abschnitt der Langgasse vom Marktplatz bis zur Vorstadt die Bezeichnung Toten- oder Kirchhofsgasse. Diese wurde 1862 in Marktgasse umbenannt, heute heißt sie Marktstraße.

Das in der 1. Hälfte des 18. Jh. erbaute Fachwerkhaus Marktstraße 3 zeigt den Typus eines einfachen Hauses, wie er sich in diesem Zeitraum häufiger in Weilburg fand. Das Gebäude wurde 1980/82 saniert. Es handelt sich um ein kleines traufständiges Wohnhaus mit aufwändig gestalteter Schwelle und schlichtem Fachwerk im Obergeschoss. Das mittige Zwerchhaus wurde evtl. erst später zugefügt.

Weilburg; Marktstraße 21 (Ecke Turmgasse)

Marktstraße 21 (Ecke Turmgasse)

Weilburg; Marktstraße 21 (Von der Vorstadt, über der Vorstadtmauer)

Marktstraße 21 (Ecke Turmgasse)

Zwischen 1725 und 1750 entstand das Haus Nr. 6. Dieses dreistöckige Gebäude wurde etwa zur gleichen Zeit wie Haus Nr. 3 saniert, wobei das Sichtfachwerk freigelegt wurde. Die beiden Obergeschosse sind symmetrisch gegliedert, mittig darüber ein Zwerchhaus. Die Erdgeschossräume sind mit dem Untergeschoss von Haus Nr. 8 verbunden worden, um eine größere Ladenverkaufsfläche zu schaffen. Im Haus Nr. 6 befand sich um 1880 das Café Görtz, ab 1920 bis Anfang der 60er Jahre die "Mainzer Bierstube", Gaststätte Horz.

Bei dem Eckhaus an der unteren Einmündung der Schulgasse in die Marktstraße, Haus Nr. 14, wurden im Zusammenhang mit der Gebäudesanierung das Sichtfachwerk der Seitenwand freigelegt und die Frontseite renoviert.

Weilburg; Inschrift am Haus Nr. 21

Inschrift am Haus Nr. 21

Über der Vorstadtmauer an der Ecke Marktstraße/Vorstadt bzw. Turmgasse steht der verputzte Fachwerkbau des Hauses Nr. 21.

Weilburg; Marktstr. 22

Marktstr. 22

Bei diesem Gebäude handelt es sich um die ehemalige Propstei des geistlichen St. Walpurgisstifts, dessen Bereich sich zu dieser Zeit bis hier erstreckte.

Das Gebäude besteht aus einem vorderen Teil mit quadratischem Grundriss, weit vorspringendem Obergeschoss mit Walmdach und einem zurückgestuften Bauteil entlang der Turmgasse. An der Ecke zur Turmgasse ist eine gekürzte Inschrift mit der Jahreszahl 1576 angebracht. wobei es jedoch nicht unwahrscheinlich ist, dass das Haus schon vor dieser Zeit bestand. Es ist das älteste in Weilburg erhaltene Wohnhaus.

Weilburg; Marktstr. 20

Marktstr. 20

Gegenüber von Haus Nr. 21 an der Ecke Marktstraße/Vorstadt befand sich früher Haus Nr. 24; dieses wurde jedoch 1985 abgerissen. Das anschließende Haus Nr. 22 wurde im Jahr 1737 erbaut. Es ist ein giebelständiges Fachwerkhaus mit symmetrisch gegliederter Schaufassade. Das Erdgeschoss ist fast vollständig umgestaltet.

Ein ähnlicher Haustyp wie Haus Nr. 3 ist das Gebäude Haus Nr. 20. Auch hier handelt es sich um einen schlichten Traufenbau, das Zwerchhaus erscheint hier verhältnismäßig groß. Die gleichmäßig starken Hölzer des Fachwerks entsprechen dem Entstehungszeitpunkt des Hauses um 1700. Hier finden sich jedoch auch geschnitzte Füllstäbe zwischen den Balkenköpfen.