Sehenswert in Weilburg

Straßen, Gassen, Häuser

Schwanengasse

Weilburg; Schwanengasse (Mauerstraße zum Marktplatz)

Schwanengasse (Mauerstraße
zum Marktplatz)

Weilburg; Schwanengasse, vom Marktplatz zur Mauerstraße

Schwanengasse (Marktplatz zur Mauerstraße)

Die Schwanengasse führt von der Mauerstraße, gegenüber Haus Mauerstraße 8, zum Marktplatz, in den sie an der Nord-West-Ecke, dort wo auch die obere Langgasse den Marktplatz erreicht, einmündet.

Weilburg; Schwanengasse 14

Schwanengasse 14, Weilburger Hof

Etwa auf halber Länge der Schwanengasse zweigt links das so genannte "Hundtengäßchen" ab (auch "Traubengasse" genannt; beides aber keine offiziellen Bezeichnungen) und wenige Meter weiter auf der rechten Seite die Schulgasse.

Vor ihrer Bezeichnung als Schwanengasse wurde diese Gasse Pfaffengasse genannt, davor hieß sie Borngasse. Der Name Pfaffengasse leitet sich vermutlich von den einstmals hier befindlichen Stiftshäusern ab, so Haus Nr. 14, heute "Weilburger Hof"  und der Terminei der Dominikaner, heute Langgasse 38.

Die heutige Bezeichnung "Schwanengasse" ist wahrscheinlich auf einen Adeligen zurückzuführen, dessen Wappentier ein Schwan war und in dessen Besitz sich ein Haus befand, das nach seiner Umwandlung zu einem Gasthaus und Hotel "Zum Schwan" genannt wurde.

Das Haus Nr. 1 war 1940 vom Staat für eine evtl. Erweiterung des daran angrenzenden alten Gymnasiums  angekauft worden. Früher hatte sich dort ein Lebensmittelladen und die Apfelweinkelterei der Brüder Ostwald befunden. Aus der Nutzung zur Schulerweiterung wurde nichts, das Haus musste 1950 abgerissen werden und wurde durch einen Neubau ersetzt. An das früher benachbarte Gymnasialgebäude sollen die in der Fassade angebrachten Jahresangaben 1540 (Gründung der Lateinschule), 1780 (Bau des alten Gymnasiums) und 1950 erinnern.

Weilburg; Schwanengasse 7 (Ecke Hundtengäßchen)

Schwanengasse 7 (Ecke Hundtengäßchen)

Weilburg; Schwanengasse 10

Schwanengasse 10

In der Schulgasse 3 befand sich die Druckerei von Alwin Cramer (gest. 1921) der am 01.01.1872 Druckerei und Verlag der damals 3 mal wöchentlich erscheinende Lokalzeitung "Kreis- und Amtsblatt für den Oberlahnkreis", der Vorgängerin des "Weilburger Tageblatt", übernommen hatte. Im gegenüberliegenden Haus, gen. "Villa Haibach" führten um 1900 die zwei Töchter Haibach ein Schülerheim.

Im Haus Nr. 14 ist das Stammhaus der Weilburger Brauerei Helbig, der "Weilburger Hof". Die Witwe von Johann Adam Helbig eröffnete 1822 hier eine Bierbrauerei, die sie zuvor mit ihrem Mann in der Neugasse 9 (Jägerhof) gehabt hatte. Die Brauerei wurde ab 1873 nach und nach in den Ahäuser Weg verlegt.

Weilburg; Schwanengasse 12

Schwanengasse 12 (Ecke Schulgasse)

Einziges aus der Schwanengasse in der "Denkmaltopograhie" (s. u. Quellenangaben) erwähntes Haus, ist das Eckhaus zum "Hundtengäßchen", Haus Nr. 7. Dieses wird ... regelhafte(r) Barockbau ... und ... qualitätsvoller Sichtfachwerkbau Rothweilscher Prägung bezeichnet . Die Geschosse des Hauses zeigen die typischen Überstände dieser Bauzeit. Die symmetrische Gliederung der gesamten Gassenfront durch die mittig angeordnete Eingangstür, das darüber befindliche Einzelfenster, das ebenfalls mittig aufgesetzte Zwerchhaus und die ursprünglich an beiden Seiten im Erd- und Obergeschoss angeordneten Paarfenster ist durch ein um 1900 im Erdgeschoss eingebrachtes Ladenfenster leider gestört.