Sehenswert in Weilburg

Straßen, Gassen, Häuser

Turmgasse

Weilburg; Turmgasse, vom Schlossgarten zur Marktstraße

Turmgasse, vom Schlossgarten zur Marktstraße

Zwei der ältesten Bauwerke Weilburgs markieren Beginn bzw. Ende der kurzen Turmgasse: Das Eckhaus Marktstraße 21, das als ehemalige Propstei des geistlichen St. Walpurgisstifts und ältestem erhaltenen Wohnhaus Weilburgs (erbaut 1576, evtl. auch früher) eine architektonische Einheit mit dem sich in der Turmgasse anschließenden Gebäude bildet und der am Ende der Turmgasse befindliche Rundturm, der als Teil der Stadtbefestigung unter Graf Johann I. (geboren um 1309, gestorben am 20.09.1371) erbaut wurde. Am Ende der Turmgasse befindet sich in der zum Stadtturm führenden Mauer ein Durchlass, der in den Schlossgarten auf die untere Terrasse führt.

Ab wann aber die Turmgasse in ihrem heutigen Verlauf bestand ist nicht eindeutig. Sie ist auf einer Karte von Weilburg aus dem Jahr 1770 nicht eingezeichnet und auch nicht in einer Übersichtskarte der unter Graf Johann Ernst von Nassau-Weilburg entstandenen Bauten, die der Hofbaurat Janotha 1889 fertigte. Trotzdem ist anzunehmen, dass die Turmgasse im Zusammenhang mit der Anlage der Vorstadt und der Vorstadtmauer zu Anfang des 18. Jahrhunderts entstand.

Weilburg; Turmgasse 1, Ecke Turmgasse/Marktstraße

Turmgasse 1, Ecke Turmgasse/Marktstraße

Das Haus Turmgasse 1 auf der linken Seite des Zugangs zur Turmgasse ist ein dreistöckiger Sichtfachwerkbau der Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut wurde. Das aufgeschobene Walmdach betont den kubischen Bau, dessen Fachwerk leider durch Verputz und Schindelverkleidung nicht sichtbar ist. Die Vorderseite wies früher noch ein Zwerchhaus mit Wellengiebel auf. Zur Marktstraße hin befindet sich auf einem kleinen Platz ein Laufbrunnen.