Presseberichte zu Weilburg

Teilortsumgehung

Weilburger Tageblatt vom 01.04.2005

Der „letzte große Brocken” der Weilburger Teilortsumgehung

Parkhaus ist Ende Mai fertig

Von Heinz Zimmermann (0 64 71) 93 80 26 h.zimmermann@mail.mittelhessen.de

Weilburg. „Ende Mai sind wir fertig”, gibt sich Bauleiter Werner Laux zuversichtlich und stapft durch  das Baustellengewirr zwischen Oberlahnbrücke und Mühlbergtunnel. Dort wächst das Parkhaus, der „letzte große Brocken” der Weilburger Teilortsumgehung seiner Vollendung entgegen. Sie ist für den aus Limburg stammenden Mitarbeiter des Amtes für Straßen-und Verkehrswesen nach dem Schiedetunnel in seiner Heimatstadt die zweite große Herausforderung seines Berufslebens.

Und bisher ist alles glatt verlaufen. Von kleinen Verzögerungen mal abgesehen, wie eben bei jenem Parkhaus mit seinen knapp 200 Plätzen, das nach dem ursprünglichen Fahrplan bereits an Ostern in Betrieb hätte gehen sollte.

Derzeit wächst die Verschalung des Turmes in die Höhe, in dem sich das Treppenhaus nebst einem gläsernen Lift befindet und in dem die Benutzer nach oben gelangen können. Der Turm erhält dann zum Abschluss ein der Form des Daches des Stadtmauerturmes nachempfundenes Kupferdach. Der „König-Konrad-Platz” rund um das Landtor wird übrigens mit dem abgebauten Pflaster vom Markplatz gestaltet.

Konturen nehmen auch die Zufahrten und die Ausfahrt ein, für viele Besucher der Baustelle noch immer reichlich rätselhaft.

Werner Laux erläutert: Für die Fahrzeuge, die von der Brücke kommen, befindet sich die Zufahrt schräg gegenüber des Tunnels. Diejenigen, die aus dem Ahäuser Weg und dem Weiltal kommen, fahren an der Lahn in das Parkhaus ein. Und dort befindet sich auch die Ausfahrt. Das Parkhaus selbst wird derzeit (wie die gesamte Umgehung) mit Bruchsteinen verkleidet, es wirkt dann wie gemauert. Dazu sollen Rankpflanzen die „Wucht der Anlage” bremsen.

Der unterste Bereich, der sogenannte Retensionsraum, bleibt dem Hochwasser vorbehalten, ein großes Tor sorgt dafür, dass anschließend die Hinterlassenschaften der Lahn abgefahren werden können.

Einen Stock höher sind derzeit die Maler am Werk, denn die beiden Parkebenen sollen ganz in weiß gehalten werden. Dies soll ebenso wie zusätzliche Lichtschächte für mehr Helligkeit sorgen, gerade in Parkhäusern besonders wichtig.

Die Maler kommen im Moment allerdings nur schleppend voran, da Wände, Decken und Säulen relativ nass sind.

Der Bau dieses Parkhauses war übrigens nicht immer abgemachte Sache. Zwar war er Teil des Planfestellungsverfahrens für die sogenannte Variante G, doch kurz vor Baubeginn wollte der Magistrat darauf verzichten, um so 2,5 Millionen Euro zu sparen.

Doch den Ausschlag gab dann die Tatsache, dass zwischen der Stützmauer, die den Zubringer aus dem Weiltaltunnel und die Verlängerung des Ahäuser Weges zur Lahn hin abgrenzt, ein großes Loch geblieben wäre.

Und dies galt es zu füllen und da das Parkdeck auch der Straßenführung zur Anbindung des Landesstraße an die B 456 dienst, beteiligt sich der Bund mit knapp der Hälfte an den Kosten und auch das Land steuert Zuschüsse pro Stellplatz bei.