Zeppelin LZ V / Z II

Zeppelinstrandung Z II in Weilburg 1910

Das Luftschiff LZ V / Z II

Weilburg, Lahn, LZ V mit Bildnis von Graf Zeppelin

Reichsluftschiff LZ V mit Bildnis von Graf Zeppelin
Foto: S. u. Quellenangaben

Der Bau des ersten Luftschiffes (LZ I) nach den Plänen von Ferdinand Graf von Zeppelin (1838-1917) war 1899 in der schwimmenden Halle Manzell /Bodensee begonnen worden. Der erste Aufstieg von LZ I erfolgte am 02.07.1900. Zwei weitere Aufstiege konnten noch durchgeführt werden, dann waren jedoch die Geldmittel erschöpft und erst 1904 konnte der Bau des Luftschiffes LZ II gestartet werden. 1906 begann der Bau von LZ III und 1908 wurde LZ IV in Dienst gestellt.

Weilburg, Gestrandeter LZ V bei Göppingen

Gestrandeter LZ V bei Göppingen
(Quelle: Ansichtskarte aus Privatbesitz

Wie seine Vorgänger war LZ V in Manzell gebaut worden und führte seine erste Fahrt am 26.05.1909 durch. Die Länge betrug 136 m bei einem Durchmesser von 13 m. Das Gesamtvolumen der 17 Zellen von LZ V umfasste 15.000 cbm. Angetrieben von zwei Motoren mit je 105 PS konnte das Luftschiff bei 12.780 kg (Leergewicht) eine Nutzlast von 4.650 kg tragen und eine Geschwindigkeit von 13,5 m/s erreichen. Nach einem Geschäftsberichts der Luftschiffbau Zeppelin GmbH von 1919 betrug der Preis von LZ V 368.544 Mark.

Bemerkenswert ist die 38-stündige Dauerfahrt von LZ V vom 29.05 bis 02.06.1909 über eine Strecke 1194 km. Bei der Rückfahrt zum Heimathafen musste LZ V auf einem Feld bei Göppingen landen, wobei der Zeppelin gegen einen Baum gedrückt und beschädigt wurde. Trotz der schweren Beschädigungen konnte das Luftschiff aber am Unfallort behelfsmäßig repariert werden und dann seine Fahrt fortsetzen. Später war das Luftschiff LZ V auch auf der internationalen Luftfahrtschau in Frankfurt zu sehen. 

Weilburg, Ankunft des Luftkreuzers Z II in Köln am 5. August 1909

"Ankunft des Luftkreuzers Z II in Köln am 5. August 1909"
Foto: S. u. Quellenangaben

Der als ziviles Luftschiff erbaute LZ V ging am 05.08.1909 in Heereseigentum über und trug ab da die Bezeichnung Z II. Für den Einsatz im Heer war die Motorenleistung auf je 115 PS erhöht worden, das Leergewicht auf 13.230 kg gestiegen. Standort von Z II wurde Köln, Kommandanten Major Sperling und Hauptmann von Jena.

Als Heeresluftschiff legte der Z II insgesamt 2.478 km bei 16 Fahrten zurück, bevor er am 25.04.1910 in Weilburg strandete und dann abgewrackt wurde.

Weilburg, Lahn, Z II in der Halle in Köln

"Original-Naturaufnahme des Zeppelin II am 5. August 1909, Cöln a. Rh. In der Halle"
Foto: S. u. Quellenangaben