Zeppelin LZ V / Z II

Zeppelinstrandung Z II in Weilburg 1910

Erinnerungen von G. Hacker an Fahrten mit Luftschiff LZ V

Georg Hacker war einer der ersten Luftschiffkapitäne und führte als solcher auch den Zeppelin LZ V von dessen erster Fahrt am 26.05.1909 bis zur Übergabe des Luftschiffs als Z II an das Heer in Köln am 05.08.1909. Er war auch Kapitän bei der 38-stündigen Dauerfahrt des LZ V an Pfingsten 1909, die bei Göppingen mit der Landung in einem Birnbaum endete.

Hackers Erinnerungen an seine Zeit in Manzell von September 1907 bis zur Gründung der "Deutschen Luftschiffahrts-Aktiengesellschaft" (Delag) am 16.11.1909 schrieb er in dem 1936 erschienenen Buch "Die Männer von Manzell" nieder. Seine Fahrten mit dem LZ V (Z II) und besonders auch die Dauerfahrt 1909 machen einen Großteil in diesen Erinnerungen aus.

Erinnerungen an LZ V / Z II (102 kByte)

Eine Abschrift der Abschnitte aus Hackers Buch, die das Luftschiff LZ V zum Inhalt haben, ist hier als pdf-Dokument verfügbar und kann über den vorstehenden Link Online gelesen werden. Um den Text Offline zu lesen, können Sie die Datei auch auf Ihrem PC speichern.

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Die Abschnitte wurden wurde unverändert übernommen aus:

"Die Männer von Manzell
Erinnerungen des ersten Zeppelin-Kapitäns"
von Georg Hacker,
1936,
Frankfurter Societäts-Druckerei G.m.b.H., Frankfurt a. M.

Die Veröffentlichung in dieser Website erfolgt mit freundlicher Erlaubnis der Frankfurter Societät, Frankenallee 71-81 in 60327 Frankfurt http://www.fsd.de, wofür ich mich an dieser Stelle herzlich bedanke.

Biografisches zu Georg Hacker
Weilburg, Lahn, Georg Hacker, Luftschiffkapitän a. D. aus die Männer von Manzell von G. Hacker, 1936, Frankfurter Societätsverlag

Georg Hacker, Luftschiffkapitän a. D.
(entnommen: "Die Männer von Manzell",
G. Hacker, Frankfurter Societäts-Verlag, 1936)

Als Sohn eines Stationskommandanten der bayrischen Gendarmerie an der sächsischen Grenze wurde Georg Hacker am 18.01.1870 in Münchberg (Oberfranken) geboren. Schon als Jungen reizten ihn ferne Länder und er wollte gern Missionar werden oder zur See, gerne wäre er aber auch Kunstmaler geworden. Seine Berufslaufbahn musste er aber dann mit einer Lehre als Pikkolo im Gasthaus "Zum weißen Lamm" beginnen. Zeichnen und Malen gab er aber nicht auf und der Deutsch-Amerikaner King aus Chicago fand die Blätter des Jungen so beachtenswert, dass er den jungen Georg mit nach Amerika nehmen wollte. 

Sein Vater wandte sich daraufhin mit einem Brief an Bismarck, um seinen Sohn als Schiffsjungen bei der Marine unterzubringen und so wurde Georg Hacker im Alter von 15 Jahren Schiffsjunge in der deutschen Flotte. Er stieg auf bis zum Deckoffizier und hatte einen Steuermannsposten auf dem Vermessungsdampfer "National".

Nach seiner Heirat wechselte er 32-jährig in den wissenschaftlich-
mathematischen Dienst im meteorologischen Institut Wilhelmshaven, wo er als Assistent von Prof. Dr. Karl Börgen tätig war. Am 18. 08.1907 erfuhr Hacker, dass Graf Zeppelin einen Obervermessungssteuermann als seinen Vertreter im Luftschiff suchte. Schon am nächsten Tag gab Hacker sein Bewerbungsschreiben für diesen Posten ab und stellte sich bereits am 07.09.1907 in Friedrichshafen bei Graf Zeppelin vor und wurde so einer der ersten Kapitäne der unter Graf Zeppelin in Manzell gebauten Luftschiffe.

Georg Hacker starb 1947 in Potsdam.